Geschäftsbereich Pflege

Zur Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit  wurde als neuer eigenständiger Zweig der Sozialversicherung die „Soziale Pflegeversicherung“ (SPV) 1995 geschaffen.

Pflegebedürftig gemäß SGB XI sind Personen, die auf Grund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden  Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens 6 Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Aufgaben

Im Auftrag der gesetzlichen Pflegekassen erstellt unser Geschäftsbereich Pflege sozialmedizinische Gutachten zu folgenden Fragen:

  • Pflegebedürftigkeit und Feststellung der Pflegestufe
  • Isolierte Betreuungsleistungen für Personen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen
  • Pflegehilfsmittel, zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden oder zur Ermöglichung einer selbständigeren Lebensführung
  • Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen zur Ermöglichung der häuslichen Pflege oder zur Erleichterung der häuslichen Pflege oder zur Wiederherstellung einer selbständigen Lebensführung des Pflegebedürftigen.

Unsere Pflegefachkräfte bzw. Ärzte prüfen im Rahmen eines angekündigten Besuches im häuslichen Bereich der/des Versicherten oder in der stationären Pflegeeinrichtung, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welche Pflegestufe vorliegt. Ihr Augenmerk richtet sich auch darauf, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Rehabilitation oder andere Maßnahmen zur Beseitigung, Minderung oder Verhütung einer Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit geeignet, notwendig und zumutbar sind. Die Gutachter/innen äußern sich weiterhin zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung sowie zum Umfang der Pflegezeit der Pflegepersonen.

Die „Richtlinien der Spitzenverbände der Pflegekassen zur Begutachtung von Pflegebedürftige nach dem SGB XI“ sind dafür die verbindliche, bundeseinheitliche Begutachtungsgrundlage.

Die Pflegekasse entscheidet

Die Entscheidung über das Vorliegen der Leistungsberechtigung trifft die Pflegekasse unter maßgeblicher Berücksichtigung des Gutachtens des MDK.

Pflegebedürftige, die in Deutschland einen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung erworben haben, können auch in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen beziehen. Der MDK Berlin-Brandenburg  übernimmt für die MDK-Gemeinschaft die Verantwortung für die Durchführung, Koordination und Qualitätssicherung der Pflegebegutachtung in Schweden, Polen, Lettland, Litauen und Estland.

Ansprechpartnerin
MDK Berlin-Brandenburg e.V.
Geschäftsbereich Pflege
Geschäftsbereichsleitung
Dr. Bettina Jonas
Lise-Meitner-Str.1
10589 Berlin

Telefon: 030 202023 -7021
Telefax: 030 202023 -7025
E-Mail: bettina.jonas@mdk-bb.de